Der Reha-Aufenthalt in der Klinik Bethesda war sehr wertvoll. Das Ärzte- wie auch das Pflegeteam war sehr kompetent und das Therapie-Angebot überaus umfangreich (Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Qi Gong, Nordic Walking, Töpfern usw.). Das Einstellen der Medikamente zeigte sich als eine äusserst heikle Angelegenheit und führte auch dazu, dass ich nach diesen drei Wochen schlechter eingestellt bin als vorher. Beim Eintritt hatte ich mit Dyskinesien (Überbewegungen), mit tiefem Blutdruck sowie Kreislaufproblemen zu kämpfen. Deshalb versuchte man mit anderer Dosierung und mit anderen Medikamenten eine Verbesserung zu erreichen. Leider ist das nicht geglückt, weshalb ich zur ursprünglichen Medikation zurückgegangen bin. Zusätzlich habe ich noch ein Medikament erhalten, welches mein Blutdruck stabilisieren soll und für sportliche Aktivitäten habe ich Stützstrümpfe bekommen.
Im Vergleich zu den anderen Patienten bin ich noch recht vital und selbständig. Das führte auch dazu, dass ich nach drei Tagen aus der Pflegeabteilung entlassen wurde und eine Therapiewohnung beziehen konnte. Zu den Mahlzeiten bin ich jeweils ins Parkinson-Zentrum gegangen. Es war nicht ganz einfach zu sehen, was für Ausmasse diese Krankheit haben kann. Vor allem bei Personen die sich selber bereits aufgegeben haben, gräbt Parkinson mit der grossen Schaufel. Ich habe versucht mich so gut wie möglich abzugrenzen.

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