Da sich mein Gesundheitszustand mit jeder Anpassung der Stimulation im USZ verschlechtert hat und ich zwischenzeitlich auch den Mut verloren hatte, habe ich nochmals einen stationären Aufenthalt verlangt, damit die Stimulation richtig eingestellt werden kann, und ich 24 Std. unter Aufsicht bin. Doch die Ärzte in der REHA-Klinik Zihlschlacht sahen das anders.
Trotz meinen Bemühungen, dass die Ärzte vom USZ und von der REHA-Klinik miteinander sprechen und das weitere Vorgehen festlegen, wurde nicht mal überprüft wie die Stimulation jetzt eingestellt ist. Stattdessen musste ich mir von den Kaderärzten Sprüche anhören wie:
„Müssen wir jetzt wieder 4 Wochen mit Ihnen streiten, oder gehen Sie freiwillig in den Rollstuhl?“
„Eine querschnittgelähmte Person muss sich auch an den Rollstuhl gewöhnen.“ oder
„Sie haben ja keine richtige Beschäftigung. Es gibt schöne Behinderten-Werkstätte.“ Aber ich bin nicht querschnittgelähmt und wenn ich noch ein Funken Hoffnung sehe, ist der Rollstuhl keine Option. Und für eine Behinderten-Werkstatt bin ich jetzt einfach noch zu klar im Kopf.
Trotz diesen negativen Schlagzeilen darf ich feststellen, dass sich der zweite REHA-Aufenthalt für mich persönlich doch gelohnt hat:
Ich durfte sehr interessante Leute kennen lernen. Ich ziehe vor jeder Person den Hut, denn sie haben mich gelehrt mit meinem „Schei..-Leben“ wieder zufriedener zu sein.
Reha
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