Als ich am Montag mit einer Lokalanästhesie (PDA) in den OP-Saal des SPZ, Nottwil gefahren wurde, kam ein mulmiges Gefühl in mir auf. Aber es ist alles planmässig verlaufen und ich bin froh, dass die Blasensteine nun weg sind. Somit ist auch eine Infektionsgefahr weniger vorhanden.
In der Bude meines Bruders, er ist selbständigerwerbender Plattenleger siehe auch www.piushofstetter.ch, habe ich für mich ein kleines Kreativ-Atelier eingerichtet. Momentan beschäftige ich mich mit Specksteinarbeiten. Das bringt Abwechslung in meinen Alltag.


SpecksteinSpeckstein

Gute Freunde sind wie Engel an unserer Seite. Auch wenn sie nicht da sind, können wir sie spüren. Und wenn wir sie brauchen, sind sie für uns da.
Häsu und Beata, Silvio und Brigitte und Urban und Heidi sind sehr gute Freunde. Sie haben für mich am Sonntag, 20. März 2011 einen Skitag organisiert. Bei optimalen Verhältnissen bin ich zusammen mit Skilehrer, Bruno Alessandri, in Sörenberg die Piste hinunter geheizt. Besten Dank, das war ein tolles Erlebnis.
asc-skitag
Nun ist es doch noch zustande gekommen. Der Kantonsarzt und meine Krankenkasse haben einem stationären Aufenthalt in der Uni-Klinik Genf für 5 Tage zugestimmt. Somit werde ich morgen Montag in Genf eintreten, um von Prof. Pollak (mehr als 20 Jahre Erfahrung mit Hirnstimulatoren) eine Zweitmeinung einzuholen.

Der Aufenthalt in Genf hat keine neuen Erkenntnisse ergeben. Die Krankheit ist allgegenwärtig und verlangt sehr viel ab. Sie nimmt ihren Lauf und niemand kennt den Fahrplan.

Am 21. April feierte ich meinen 40. Geburtstag. Es war ein schönes und gemütliches Fest mit meinen Angehörigen und vielen Freunden. Ich wünschte mir keine Geschenke, habe aber um Spenden für die Organisation „Le Copain“ gebeten. Mit FADO habe ich eine kurze Demonstration von seinem Können gemacht - und er kann noch viel mehr! Die Sammlung hat den schönen Betrag von rund 2000.- Fr. ergeben, den ich auf 2500.- Fr. aufgerundet habe. So haben wir alle zusammen einen Welpen gesponsert, der wiederum zu einem treuen Begleiter ausgebildet wird. Vielen Dank nochmals allen Spendern. Ein tolles Geschenk habe ich vom ASC bekommen. Gutscheine für ein Jahr Begleitung an auserwählte Anlässe.
40. Geburtstag40. Geburtstag

FADO geniesst den Frühling. Auf den Wiesen wird Mist und Gülle ausgebracht. Für Hundenasen ein herrlicher Duft. Sich darin zu wälzen ein besonderes Vergnügen. „FADO wie du stinkst. Pfui!!!“ Danach unter der Dusche shampooniert zu werden findet er gar nicht toll.
Fado im Mettelimoos

Heute hatte ich eine erste Abklärung für elektronische Hilfsmittel. Das Sprechen macht mir immer mehr Mühe und auch das Schreiben auf meiner eigenen PC-Tastatur zeigt sich als schwierig. Die Stiftung für Elektronische Hilfsmittel FST hat sehr gute Angebote. Ich werde einen Sprechcomputer, eine spezielle Tastatur und einen Joystick als Mausersatz bekommen.

Mit meinen Eltern und mit Karin durfte ich zwei wunderschöne Tage in Bad Ragaz erleben. Im neu renovierten, rollstuhlgängigen Jugendstilhotel, Sorell Tamina waren wir einquartiert. Die Einrichtung in den Thermen war hervorragend und das Personal sehr hilfsbereit. Mit einem Lift wurde mir der Ein- und Ausstieg aus dem Bassin ermöglicht, denn ohne Lift hätte ich das nicht mehr geschafft. Das warme Thermalwasser hat mir sehr gut getan – etwas Therapie, aber vor allem sprudeln, entspannen und geniessen. Ein tolles Erlebnis.

Heute ist Kino angesagt. Ein Ausflug mit meinen Kumpeln vom ASC. Hangover The Part II. Das wird sicher lustig. Meine Freunde ermöglichen mir immer wieder solche Events. Das schätze ich sehr. Vieles ist noch möglich, aber halt nicht mehr alles.

Es steht mir schon wieder ein Spitalaufenthalt bevor. Da sich meine Luftröhre nicht mehr richtig schliesst, habe ich Schwierigkeiten mit dem Trinken von Flüssigkeit (ständiges Verschlucken). Ich bekomme eine Magensonde. Die PEG-J Sonde ist ein endoskopisch angelegter, künstlicher Zugang durch die Bauchwand direkt in den Magen, mit Verlängerung in den Dünndarm.
Nach diesem Eingriff war ich sehr müde. Ich denke es braucht Zeit, bis ich wieder auf den „Beinen“ bin. Zu hause wird mir nun über eine Pumpe Wasser injiziert und über Nacht läuft ein Beutel Fresubin als Nahrungsergänzung. Auch die Medis werden von nun an gemörsert und flüssig durch die Sonde verabreicht.

Immer mehr bin ich auf den Sprachcomputer angewiesen. Es bereitet mir grosse Mühe, an einem Gespräch teilzunehmen. Die Pflege zu Hause wird auch immer aufwendiger. Ich bin froh und dankbar, dass meine Frau Karin und meine Eltern es mir ermöglichen noch zu Hause zu sein.

Ab heute gehe ich einmal in der Woche ins AWH Bodenmatt. Es bedeutet eine Entlastung für Karin. So hat sie einen Tag, den sie zur freien Verfügung hat. Ich meinerseits kann FADO mitnehmen und fühle mich wohl und aufgehoben. Es ist auch für mich eine Abwechslung. Am Nachmittag gehe ich jeweils ins Malen. Kleine filigrane Sachen kann ich auf keinen Fall machen aber es findet sich immer etwas, für meine Fähigkeiten.

Am 23. Dezember habe ich an der Weihnachtsfeier vom AWH teilgenommen. Meine Mutter hat mich begleitet weil Karin arbeiten musste. Wir waren total überrascht wie schön und festlich alles organisiert war. Viele Menschen fühlen sich in diesen Tagen einsam. Bei mir ist das zum Glück nicht so. Am 24. sind wir jeweils mit der Familie von Karin zusammen und am Weihnachtstag mit meiner Familie. Weihnachten 2011 war für mich eine sehr emotionale Zeit!

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